Himmelsleiter

Willkommen, benvenuto, tervetuloa!

Auf dieser Seite soll Platz sein für Beschreibungen von Dingen und Bildern, die mir auf meinen Marktreisen begegnen, Platz für die Betrachtung von Natur, Landschaften, Städten, Musik, Kunst und Menschen, für das Spannungsfeld zwischen Natur und Kultur.

8. Finnland Marktreise 2017

8. Finnland Marktreise 2017

Posted by Carl on July 6, 2017

Kahdeksas kertaa, kerran vuodessa! 

die 8. Finnland-Marktreise begleite ich hier wieder mit dem Photoapparat und etwas ausführlicherem Text auf der DFG-Seite, Deutsch-Finnische Gesellschaft > Forum > Landesverband Bayern > Finnisch im Allgäu?

Viel Spaß beim Anschauen und Lesen,
Carl

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7. Finnland Marktreise 2016

Posted by Carl on June 26, 2016

 

 

In Travemünde: Nächtliches Beladen der Fähre für die große Reise. Morgens um 3 Uhr geht´s los!

Viele Familien waren diesmal dabei und die Kinder finden sich leicht zum gemeinsamen Spiel.

Der Sonnenuntergang nach ca. 19 Stunden Fahrt wird zig-fach photografiert und ist jedes Jahr wieder anders.
Heuer schmückt ihn eine besonders schöne Wolke! 

Es könnte Kunst sein! Die Provokation ist sichtbar und es regt zum Denken an! Aber ich fürchte, der Künstler war sich seines Tuns nicht sehr bewußt. Die Aufnahme entstand am Meer südlich von Porvo.

Hier mein Stand in Mikkeli wieder bei Regen. Rechts hinten die Markthalle, die vor wenigen Jahren zur Einkaufsmall mutierte, aber ich finde sie gut gelungen und sie wird von den Leuten angenommen.

Der finnische Wald von unten. Typisch die lichtstehenden ziemlich dünnen Bäume, meistens Kiefern. Die Böden sind durch den steinigen Untergrund ja ziemlich mager.

Die Markthalle von Joensuu. Vor 2 Jahren hingen in den Fenstern ja noch lebensgroß die Kriegsphotos von dem jungen Soldaten, ich hatte das schon erwähnt. Dieses Jahr ist es bunter.

Das Stadttheater von Joensuu, ein interessantes Gebäude! Nackte Männerfiguren unter der Traufe halten einen Kranz. Die Bedeutung habe ich nicht erfragt. Nächstes mal.

Uimaranta - Badestrand von Ahveninen am Pielinen See in Karelien.

Der eigentliche Uimaranta ist dies!
Nordisches Südsee-Feeling! 

Das ist die Olavinlinna in Savonlinna, wo jedes Jahr die Opernfestspiele stattfinden. Der Konzertsaal ist hinter der großen Mauer, man sieht in nur von oben bei Google earth.

Ausflugsboote in Savonlinna direkt neben dem Markt. Sie erinnern ein bißchen an Mississippi-Boote oder an Lucky Luke!

Im sehenswerten Freilichtmuseum in Lieksa am Pielinen See ein traditioneller Bauernhof mit Nebengebäuden.

Zwei schöne handgearbeitete Fässer. Überhaupt sind im Museum einige schöne Holzarbeiten ausgestellt, die mit minimalem technischen aufwand gefertigt wurden. Mich erinnert das ein wenig an die viel berühmteren Shaker in Kentucky, das Museum dort haben wir vor 3 Jahren besucht.

Ofen und Eingang eines großen traditionellen Bauernhofes! Die Deckenbalken spannen frei über ca. 10 m! Der Raum hat ca. 100 m2 und ist geschätzt 3,60 hoch. Ein knapper halber Meter mehr als bei uns in Cerrete! 

Noch 2 Photos aus dem Museum. Hier Geräte aus der Bronzezeit. Um den Pielinen See scheint viel gefunden worden zu sein, denn echte Fundstücke liegen auch in Vitrinen.

Hier noch Flößer bei der Arbeit, ein Photo aus den 30er Jahren abphotografiert.

Wieder mal eine Straße. Hier nach Reisjärvi auf dem Weg nach Kaustinen.

Und hier der Sonnenuntergang um11 Uhr über dem See von Reisjärvi, unbehandelt!

In Kaustinen auf dem Folkfestival auf der großen Bühne unter dem Zelt der Auftritt der Kinder und Jugendlichen. An die 200 Schüler! Viele stehen noch auf dem erhöhten Bühnenteil links außer´m Bild.

Zwei mädels aus Joensuu auf einer kleinen Bühne, unheimlich gut und mit einem hemmungslos trockenen finninen Witz!
Solche Bühnen mit entsprechendem Publikum gibt es auf dem Festival ca. 10 Stück! Man geht von einer zur anderen und bleibt halt irgendwo hängen und schaut sich das ganze Programm an. Es ist halbstündlicher Wechsel.

Nach dem Auftritt werden die Instrumente wieder verpackt.

An der Traktorbühne hatte ich gleich einen Fan, der sich von seiner Frau mit mir photografieren ließ. Insgesamt haben mir vielleicht 12-15 Leute zugehört. 

Der Siikajoki bei Paavola, östlich von Raahe. Joki heißt Fluß, Järvi ist ein See.

Wieder mal ein Rentier ca. 10 km südlich von Rovaniemi.

Wieder in Rovaniemi am Polarkreis. Selbst bei Regen stehen die Leute 1 Std. an bevor die frischen Erdbeeren aus Kemijärvi kommen. zum Schluß 19 Menschen.
Gestern bei schönem Wetter über 30!

Flohmarkt in Rovaniemi bei Regen

Mein Standnachbar, der Hilluverkäufer. Mit ihm habe ich heute 1 Pfund Hillu mit einem halben Liter Olivenöl getauscht.
Mit den weißen Eimern gehen die Sammler in die Sümpfe wo die Beeren wachsen. Sie werden einzeln gepflückt. 

Mein Schlafplatz gestern gleich hinter dem Polarkreis links um Mitternacht.

Wieder mal mein Marktstand in Rovaniemi, am Freitag  hat´s noch nicht geregnet.

Ein namenloser See auf dem Militärgelände, dem größten Truppenübungsplatz in Europa. Wenn nicht geübt wird, darf man da rein, die Munition wird angeblich eingesammelt. Truppenübungsplätze mochte ich schon immer wegen der ursprünglich belassenen Natur!

Und noch ein Bild von dem Militärgelände zwischen Rovaniemi und Kemijärvi

Und noch ein paar Naturbilder, hier der Lapinselkä, eigentlich die südliche Ausbuchtung des Kemijärvi.

Wie solche Steinwiesen zustandekommen, muß ich mir noch erklären lassen! Südlich von Kemijärvi liegen auf 20 km solche Steine im Wald!

Ein typisches Bild: Straße mit Bushaltestelle und Briefkästen. Die dazugehörigen Häuser liegen bis zu mehreren Kilometern entfernt.

Mein heutiger Übernachtungsplatz vom Weg aus Kemijärvi nach Oulu. Der Uimaranta, Badestrand von Vengasranta am Kimminijoki, der bei Haukipudas nördlich von Oulu in die Ostsee fließt.

Meine Standnachbarinnen in Jyväskylä

Der Aussichtsturm am See in Seinäjoki

Das Haus "Riihi" auf der Asuntomessut in Seinäjoki. Aus dem Katalog abphotografiert.

Ein einfaches Holzfertighaus, "Kotala" in traditioneller Gestalt aber sehr modern und gut durchdacht. Eines der großzügigsten Gebäude auf der Messe!

Phantasievolle Innengestaltung eines Reihenhauses. Auf der Asuntomessut geht es ja genauso um die Ausstattung der Räume wie um die Architektur!

Das "Talo Koskela", ganz andere Architektur-Auffassung, aber sehr gut, wohnlich, behaglich, gut detailliert. Sieht ein bißchen aus, wie ein Camping-Wohnanhänger

Inselchen auf dem Pyhäjärvi nördlich von Turku. So extrem habe ich es auf noch keinem anderen See gesehen.

Markt in Turku. Abphotografiert von der Kioskwand. Selbst der Boden scheint mit Kartoffeln belegt! 

Und Kartoffeln heute. In Finnland werden die Kartoffeln in Litern verkauft, nicht in Kg!

Beeren auf dem Markt in Turku

Turku Marktplatz in den frühen 70er Jahren. Man findet schon den VW-Bus mit der durchgehenden Frontscheibe und der dunkle Käfer in der Mitte hat schon die größeren Heckleuchten und das aufgestellte Nummernschild.

Finnisches Glasmuseum in Riihimäki. Hier eine Sonderschau von 10 finnischen jungen Leuten.

Das letzte Bild zeigt Vasen von Elina Salonen mit Gesichtsformen. Es ist wie eine Begegnung unter Wasser.

Ein rolllaufendes Glasmonster!

Suomen Mies Metsässä, finnischer Mann im Wald. Den Linolschnitt von 1989 habe ich in Tampere auf dem Flohmarkt für 7.- € direkt von der Künstlerin gekauft. Er zeigt so exemplarisch die melancholische Seite der Finnen und vor allem der finnischen Männer. Um das Bild und eine Melodie hab ich ein kleines Video gemacht.

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Kunstnacht September 2015

Posted by Carl on September 28, 2015

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6. Finnland Marktreise 2015

Posted by Carl on July 6, 2015

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Auch andere Finnland-"Harrastajoita" warten wieder in der Warteschlange in Travemünde, bis es auf die Fähre geht!

Wie in den anderen Jahren auch, will ich hier die Reise mit der Kamera begleiten, etwas ausführlicheren Text schreibe ich wieder ins Portal von DFG (Deutsch-Finnische Gesellschaft) > Forum > Landesverband Bayern > Finnisch im Allgäu?. 

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Die Reise dauert 29 Stunden, wobei jedesmal ein Sonnenuntergang übrigbleibt.

Auf der langen Reise suchen sich die Leute unterschiedlichen Zeitvertreib!

Mit dem Extremtele kann man anderntags bis Tallin sehen!

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Finnkraft, Suomalainen Sisu, mit diesem oft und unterschiedlich benutztem Begriff empfängt uns Finnland im Hafen Vuosaari.

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Bergwanderung "E5" 2013

Posted by Carl on September 15, 2013

Bei der Rückreise aus Italien nach Deutschland ende August sind unser jüngster Sohn Jakob und ich diesmal auf den letzten 200 km über die Berge gewandert. Die Bettina hat uns nach Vernagt im Schnalstal bei Meran gebracht und fuhr dann alleine weiter nach Kempten.
Wir wollten das Teilstück des Fernwanderweges "E5" mal von Süden nach Norden machen und waren, wie sich letztlich zeigte, die einzigen, die den Weg in "umgekehrter" Richtung wählten! Es kamen uns ausschließlich Wanderer entgegen! Von Oberstdorf nach Meran, also von Nord nach Süd, wird die Wanderung auch für Gruppen organisiert mit Übernachtung in den Berghütten und klaren Tagesetappen. Und die Wanderer kommen von überall her, viele Nord- und Ostdeutsche, Holländer und Polen haben wir getroffen. Der Jakob ist den ganzen Weg barfuß(!) gelaufen, ich hatte brav die Schuhe an und sogar Stöcke dabei.
Vor fast 10 Jahren sind wir den Weg schon mal ab Oberstdorf nach Meran gewandert. Begonnen mit der ganzen Familie + Hund, beendet mit Jakob und seinem Freund. Die Buben waren damals ca. 13 Jahre alt und haben hinter jeder zweiten Latschenkiefer Geheimnisse aus "Der Herr der Ringe" entdeckt!

Wir waren wieder auf´s draußen Schlafen vorbereitet, weil wir den Trubel und die Enge in den Hütten meiden wollten und weil es abenteuerlicher ist. Allein der Anblick des Sternenhimmels auf 2500 m Höhe ohne Streulicht! Er bringt das Weite ganz nah und man erlebt sich als Geschöpf im Universum. Die Milchstraße sieht man dann noch klarer als bei uns am Monte Amiata nach einem Regentag.

Es war noch früher Abend, als wir von Vernagt zum Similaun aufbrachen, und wir hatten damit noch 2 Stunden Zeit bis zum ersten Biwak. Wir kamen noch so weit, bis die Almwiesen in Geröllfelder übergingen. Das Wetter war zwar nicht berühmt, versprach aber Besserung in den kommenden Tagen.

Aber jetzt zu den Bildern!

Ein südtiroler Bauernhof über Vernagt. Jausenstation, da kann man also einkehren. Hier war unser Ausgangspunkt, eingedeckt mit frischen "Vinschgauern" und Käse und Kaminwurzen.

Vor uns am nächsten Morgen der "Similaun", der "Ötzi"-Berg. In der Nacht hatte es etwas geschneit.

Rückblick ins Tal nach Vernagt mit dem Stausee.

Blick von der Similaunhütte zum Gletscher, der den Ötzi freigab. (ziemlich genau in Bildmitte, wo die kleinen Menschen stehen)

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Abstieg nach Vent

Geländemotorrad eines Schäfers. Es gibt seit 150 Jahren einen Vertrag, daß die südtiroler italienischen Bauern ihre Schafe in den weiten Auen des österreichischen Venter Tales weiden lassen dürfen. Sie werden jährlich wieder über den Similaun zurückgetrieben. Zum Einsammeln der Schafe benutzen die Schäfer die Motorräder und Bordercollies, die sie mit Fernglas und Gesten weit oben in den Berghängen dirigieren! Die Schafe sind natürlich total verstreut! Der Vertrag hat alle Kriege überlebt, selbst als die Länder politisch verfeindet waren.

Jakob hat ein Murmeltier entdeckt, ich habe es nur gehört. Murmeltiere pfeifen, um Artgenossen vor Gefahr zu warnen.

Rückblick über Vent zum Similaun im Hintergrund

Unser zweites Biwak zwischen Schafen auf dem Weg von Vent zum Tiefenbachgletscher. In der Nacht hat es tatsächlich geregnet, aber wir hatten es ziemlich gemütlich.

Wieder ein Rückblick über den tosenden Nebel am nächsten Morgen

Unsere ständigen Begleiter in Reih und Glied.

Wasser gibt es genügend, teils Regenwasser, teils Schmelzwasser der Gletscher. Wegen der riesigen Fläche der Hänge bildet sich alle paar hundert Meter ein Bach.

Sonnengruß auf über 2500 m.

Hier sieht man, wie weit sich der Gletscher schon zurückgezogen hat!

Überall entlang des Weges bauen die Leute solche Steinmarterl auf.

Jakob im Interview mit Fußpflegerinnen aus der Pfalz nun schon am Tiefenbachgletscher auf fast 3000 m.

Der Tiefenbachgletscher, momentan ohne Skibetrieb, aber die Anlage läßt erkennen, was hier los sein kann!

Der mit über 2800 m höchste Autotunnel Europas verbindet das Skigebiet des Tiefenbachgletschers mit dem des Rettenbachgletschers.

Mit der Gondel hoch über den Rettenbachgletscher auf 3100 m zum Einstig hinunter zur Braunschweiger Hütte. Der Jakob zieht sich doch vorsichtshalber mal die Schuhe an, zieht sie oben aber gleich wieder aus! Es hat 0 Grad!

Abstieg zur Braunschweiger Hütte ganz rechts im Bild

Die Braunschweiger Hütte, ein Hotel im Nirgendwo! Auf den Hütten kann man sehr gut essen und sie sind heute sehr komfortabel ausgestattet.

Das Bild zeigt die Dynamik des Gletschers und was er alles mitschleift. (In der Eiszeit war z.B. das Allgäu von einem 1 km dicken Gletscher bedeckt. So entstanden die Moränenhügel seitlich der Iller, wo auch Probstried und Todtenberg liegt. Alles angefrachtete und verdrängte Steinmaterie!)

Glockenblumen beim Abstieg nach Mittelberg im Pitztal. Nach so vielen Steinen und Eis bin ich wieder froh, daß die Welt auch eine bunte Seite hat.

Alpenglühen bei Wenns.

Almwiese am Abend. Unser 3. Übernachtungsplatz oberhalb von Wenns auf dem Weg zum Krahberg.

2 Wanderer am frühen Morgen

Ein Bergindianer

Horizonte über dem Pitztal

Wandersteg über ein Hochmoor

Unsere neuen Freunde und Begleiter. Ich liebe Kühe. Sie sind neugierig und intelligent und nehmen immer gleich Kontakt auf. Leider findet man nur noch wenige Kühe mit Hörnern. Auch hier oben. Den meisten werden die Hornanlagen schon als Kalb veräzt. Aber man sagt, daß Kühe mit Hörnern die bessere Milch geben. Meiner Meinung nach sind Kühe ohne Hörner andere Wesen, genauso wie Tiger mit GPS-Sendern!

Sie zum Beispiel hat sich ein Edelweißtatoo schnitzen lassen! Sinn für Mode haben sie auch.

Preiselbeeren. Auf unserem Weg gab es immer sehr viel zu essen! Preiselbeeren, Heidelbeeren, Wacholder, und hätten wir Kochgeschirr dabeigehabt, hätten wir manchmal ein gutes Pilzgericht zubereitet.

Eine Hausgemse! Sie war alleine auf dem Berg und ich glaube, sie wollte gemolken werden. Im hintergrund schon der Krahberg über Zams.

Enzian, Aufnahme mit Teleobjektiv.

Silberdistel

Aufstieg zur Memminger Hütte bei herrlichem Wetter!

Nochmals Rückblick nach Zams im Inntal. Der Aufstieg zur Memminger Hütte ist die vielleicht anstrengendste Passage auf der ganzen Wanderung.

Hier begegnen wir gleich mehreren Gruppen auf einmal. Über diesen Bergsattel in den Lechtalern müssen wir noch drüber dann geht es auf der anderen Seite hinunter zur Memminger Hütte. Die Gruppen brechen immer etwa gleichzeitig nach dem Frühstück in der Hütte auf, so daß sie uns zu bestimmten Zeiten massiv begegneten. Diese hier sind wohl schon gut 3 Stunden gegangen, es dürfte also hier später Vormittag sein.

Glockenblumen im Grau des Kalksteines. Die Lechtaler Alpen bestehen aus Kalkfelsen. Man sieht es auch dem Lech an, sein Wasser ist tieftürkis. Das der Iller in den Allgäuer Alpen ist hell und klar.

Lichtnelken sieht man ja auch nicht mehr so häufig!

Auf der Kippe. Drüben geht es hinunter. Die schwierigeren Wegabschnitte sind meist mit Seilen, an denen man sich festhalten kann, gesichert. Wenn man aufpasst, ist die Wanderung nicht gefährlich. Aber man sollte nicht im Dunkeln unterwegs sein!

Die Memminger Hütte auf der Bildmittelachse rechts in der Wiese. Sie liegt auf 2242 m Höhe.

Eindrucksvolles Panorama um die Hütte.

Abstieg von der Memminger Hütte nach Madaus. Dort nahmen wir dann einen Shuttlebus für ca. 20 km nach Bach und Holzgau, wo der Anstieg in die Allgäuer Alpen beginnt.

In Holzgau sahen wir einen Bauern, der sein Heu mit einem Gebläse den Hang hinunter wälzte. Ich fand die Idee ganz gut, der Jakob nicht so. Jedenfalls hält er nichts davon, mit einem solchen Gerät die Blätter aus den geernteten Oliven wegzublasen!

Aufstieg in die Allgäuer Alpen, die Heimat rückt näher und hinter den Bergen geht es wieder hinunter zur Kemptener Hütte.

Die Kemptener Hütte 1846 m vom Bergsattel nach Norden photografiert.

Abstieg in die Spielmannsau, nochmals zurückgeblickt auf die Alpwiesen, auf denen die Kemptener Hütte steht. Auch hier sind die glitschigen Stellen wieder mit Seilen gesichert. (Im Allgäu, allemannische Sprachgeschichte, sind es Alpwiesen, im Bayerischen sagt man Almwiesen.) Der Gebirgsbach ist die Trettach, einer der 3 Zuflüsse, die die Iller bilden. Trettach, Stillach und Breitach.

Ein verwegener Wanderer in abgesägten Jeans beim Abstieg über der Trettach.

Das Ziel unserer Wanderung, die Spielmannsau bei Oberstdorf. Ein paar Kilometer weiter hat uns dann ein freundlicher Aufofahrer nach Oberstdorf mitgenommen, wo uns die Bettina abgeholt hat.

Zum Schluß noch eine Skizze der Wanderroute!

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4. Finnland Marktreise 2013

Posted by Carl on July 7, 2013

Die 4. Markt- und Städterundreise durch Finnland möchte ich hier wieder wie letztes Jahr mit Schwerpunkt Photografie begleiten, mehr Text finden Sie wieder auf der Seite DFG (Deutsch-Finnische Gesellschaft)/Forum/Bayern/Finnisch im Allgäu?
Ich habe endlich wieder einen gescheiten Photoapparat, nachdem ich den letzten irgendwo im Olivenbaum hab hängen lassen und nicht mehr wiederfand!

Warteschatten in Travemünde, die "Finnmaid" fährt morgens um 3 Uhr, bis Mitternacht wird geladen.
Sie braucht 29 Std nach Helsinki

Zauberinsel im Schärengebiet vor Helsinki

Von der Kampi-Kapelle in Helsinki habe ich schon aus der DFG-Seite gewußt und fand sie auch leicht in der Nähe des Bahnhofes. Ich liebe Kirchenräume und dieser hier ist natürlich ein besonderes Schmuckstück mit einer sehr berührenden Atmosphäre mitten in einer sehr geschäftigen Umgebung.
Geplant von den Architekten Kimmu Lintula, Niko Sirola und Mikko Summanen ist die Kapelle der Stille ein Teil des
"World Design Capital Helsinki 2012" - Programmes.

Denkmal Alexanders II mit Möve auf dem Senaatorintori vor der Kathedrale.
Nach jahrhundertelanger Zugehörigkeit zu Schweden, war Finnland von 1809 - 1917 autonomes Gebiet des russischen Reiches. 1917 mit der russischenn Revolution wurde Finnland selbstständig. Nationalfeiertag ist der 6.Dezember.
Finnisch: Itsenäisyyspäivä

Das neue Naturmuseum in Haltia, nördlich von Espoo.
Der Schwerpunkt sind Filme und Photos und Geräusche, also Elektronik, wenig ausgestopfte Tiere.
Auf der Landkarte am Boden gehend kann man die verschiedenen Regionen erkunden, auf der großen,
ca. 12 m langen und über 3 m hohen Leinwand laufen Standbild-Filme. Ich sah zum ersten mal den Norden
im Winter und die Polarlichter.

Himmel und Erde. Manchmal ist das Wasser so ruhig wie eine Spiegelfläche.

Himmel und Erde II. Der Haken rechts, der keine Entsprechung nach oben hat, ist ein
kleiner Baum, der vor dem Hintergrund auf einem Inselchen steht.

Hier noch ein Stimmungsbild vom Pielinen - See bei Vuonislahti, wie die Sonne immer weiter weg geht.

In der Nähe von Vuonislahti sind die Arbeiten der Bildhauerin und Schnitzerin Eva Ryynänen (1915 - 2001) zu sehen.
Sie hat auf dem Grundstück, wo sie mit Ihrem Mann lebte,eine Kirche geschnitzt.
Das Photo zeigt die gestaltete Eingangstür mit den Harzspenderbäumen, das nächste den Fußboden.

Im Wohnzimmer steht dieses Bild, das Mädchen trinkt mit dem gegenübersitzenden Jungen Tee.

Hier ist es zwar schon Mitternacht, aber wegen der auch in Finnland gültigen Sommerzeit
ist es erst um 1 Uhr am dunkelsten.

Strassenabschnitt quer durch das Land von Karelien an die Ostsee nach Kokkola.

Bei Iisalmi sind die Straßenabschnitte oft ganz gerade, aber hügelig

Mein Marktstand in Kokkola, Iltatori

Fassadendetail in Kokkolas Altstadt

Strasse in Kokkola mit alten Holzhäusern

Und nochmals eine Holzhausfassade.
Die Grundierung sind große Steine.

Speicherhäuser in Oulu am Hafen

 

Ganz neu! Windräder zwischen Kemi und Rovaniemi.

Die Warteschlange in Rovaniemi vor den biologischen Erdbeeren vom Kemijoki. Wie jedes Jahr!

Mein Marktstand frühmorgens in Rovaniemi

Verkauf der "Hilla", Moltebeere, die nur im Nordischen Stechmückensumpf wächst und sehr begehrt und teuer ist. In der Plastiktüte ist der Pakurikääpä, ein Baumpilz, aus dem medizinische Hausmittel hergestellt werden. In der Zeitung davor ist ein großer Artikel. Ich habe die Seite photografiert, falls es jemanden interessiert.

Verkauf von frischem und geräuchertem Fisch, - Savu-Siika - aus dem fast 300 km nördlich gelegenen Inarisee.

Flohmarkt in Rovaniemi neben dem Wochenmarkt. Das Licht im Norden ist so, wie es auf den Bildern scheint!

Abendstimmung am Kemijärvi

Natursymmetrie am Kemijärvi

Noch etwas später, ich habe mit viel Zeit am Kemijärvi einfach das Licht abgewartet.

Sonnenuntergang am Kemijärvi

Verkehrte Welt zwischen Kemijärvi und Rovaniemi. In einem kleinen See spiegeln sich die Kiefern klar wieder.

Ehemalige Fabrikhalle in Mänttä. Hier finden jedes Jahr wechselnde Kunstausstellungen statt, heuer "Unien Kaupunki" -
(Schlafende Stadt?)

Im Handwerksmuseum in Jyväskylä gibt es finnische Trachten aus verschiedenen Zeiten und Gegenden, Stick,Strick-Webarbeiten, Schnitzkunst und modernes Design. Mitten in der Stadt, leicht zu finden, sehenswert!

Eine gefilzte Jacke ausgestellt im Filzmuseum (Huopa-Museo) in Jämsä.

Ein finnischer Schulhof in Jämsä. In jedem Gebäude gab es eine Ausstellung, in der Turnhalle auch Gemälde, z.T. von Schülern.

Die "Savu-Sauna", Rauchsauna in Purnu. Der Ofen besteht nur aus aufgeschichteten oder leicht vermörtelten Steinen und hat keinen Kamin! Unter den Steinen wird eingeheizt, und wenn sie heiß sind und das Feuer aus, werden Tür und Fenster weit aufgemacht, so daß der Rauch abzieht. Dann wird gesaunt.

Und der gemütliche Vorraum zur Sauna. Die Eingangstür ist ganz links im Bild.

Schwimm- und Tauchroboter gegen wucherndes Schilf in der Kunstausstellung in Purnu.

Purnu. Bettina mit Seepferdchen.

Seerosenteich

"Mattopyykille" Zum Teppichwaschen.
Hier hat die Gemeinde einen Teppichwaschplatz zur Verfügung gestellt mit Edelstahlwannen, fließendem Wasser, eine einfache Mangelmaschine zum Vortrocknen und Teppichstangen zum Aufhängen der Teppiche.
So etwas könnte es auch bei uns geben, das würde sicher angenommen.

Ein schönes Exemplar eines typischen finnischen Zaunes aus dünnen Holzstangen.

Die Schafaktion: Der Schäfer befiehlt seinem Hund durch Pfiffe, ca. 15 Schafe auf ein Motorboot zu treiben.

Geschafft! Was kommt jetzt?

Jetzt fahrn wir übern See, übern See, wo die Schafe auf einer Insel weiden können.

Teil des Yachthafens in Naantali, westlich von Turku heute.

Und früher, Naantali ist ursprünglich ein Fischerdorf.

Modernes Wohnhaus auf der Asuntomessut in Hyvinkää

Das Modulhaus "Piiri House", von 15 Studenten aus 9 Nationen an der Aalto Uni entworfen.
Intelligent, einfach, logisch,  -Mein diesjähriger Favorit auf der Messe!

Sieht aus wie ein Holzhaus, ist aber ein fake: Stahlbeton und Stein und massig Styropor drumrum.
Aber interessant und gut gegliedert. Und optisch natürlich ein Zuckerl!

Nochmal von hinten, wie es im Kiefernwald steht, mit dem Weidenobjekt der letztjährigen Purnu-Ausstellung!

So empfing uns das Schiff am nächsten Tag, so verließen wir Vuosaari, den Hafen von Helsinki.

Nach wenigen Stunden küßt ein Schiff die untergehende Sonne. Die Farben sind echt, ich hab das Bild eine Idee aufgehellt. Abendrot ist wohl kein Gutwetterbot wegen der stürmischen Nacht, die da folgte!

Und dann schließt sich der Kreis wieder für ein Jahr in Travemünde.

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Cerrete im Juni

Posted by Carl on August 26, 2012

Cerrete im Frühsommer.

Anfang Juni steht das Gras meterhoch und will gemäht werden. Wir machen Heu und geben es den Olivenbäumen, die es bis zur Ernte im November aufgegessen haben. Wir mähen die Wiese nur 1 mal im Jahr, so können sich auch Pflanzen vermehren, die sich über Aussaat vermehren und nicht nur über Wurzelteilung. Die Wiese besteht aus einer
unglaublichen Vielzahl von Blumen!

Oft werde ich gefragt, wie und wann Oliven blühen.
Auf den Photos sehen Sie die Olivenblüten in geschlossener und geöffneter Phase und einen voll erblühten 25-jährigen Olivenbaum im hohen Gras.

 

Noch geschlossene Olivenblüte

Offene Olivenblüte mit gelbem Blütenstaub. Jede Blütendolde bildet nur eine Olive!

Voll erblühter 25-jähriger Olivenbaum im hohen Gras.
Schiere Biomasse jedes Jahr!

Die Photos hatte ich im Juni irrigerweise irgendwo auf der Webseite versteckt, wo sie nur im Bearbeitungsmodus sichtbar waren. Jetzt kann man sie leicht finden. Allerdings sieht jetzt im trockenen August der Olivengarten völlig anders aus! Das Gras ist brandgefährlich trocken und muß kurz gehalten werden, sodaß bei einem eventuellen Feuer die Bäume  geschont werden.

Hier noch zwei Bilder von der geöffneten Olivenblüte und vom hohen Gras. Heuer, Juni 2014, blühen die Oliven sehr schön und auch das Wetter ist trocken, so daß sie - als Windbestäuber - hoffentlich gut befruchtet werden.

Heute wieder einmal ein paar neue Photos vom Juni 2015. Das Jahr ist bisher nicht so regnerisch wie das letzte, das Gras steht auch nicht sooo hoch. Die Olivenbäume blühen schön und wenn es so weitergeht, wird die Ernte wieder normal gut werden. Nach der Erfahrung mit dem letzten verregneten Sommer zeigen sich die Leute skeptisch optimistisch..

Das erste Bild zeigt die Olivenwiese im Abendlicht.

Beinahe hätte ich heuer ein Rehkitz vermäht, aber das Mähgerät hat es wohl nur angekickt. Es ist durch die Dornenhecke geflüchtet und die Bettina hat es nach 1/2 Stunde Suche dann unverletzt im Gras gefunden.
Ich habe noch nie so nah ein Rehkitz gesehen. 

Die Bettina hat Kräuter gesammelt, Johanniskraut und Schafgarbe.
Hier wachsen sie ohne Schadstoffe und ohne Düngemittel.  
Und Spooky, unsere 16-jährige Katze geht immer mit spazieren, sie macht alles mit wie ein Hund. 

Jetzt, mitte August 2015, sehen wir zuversichtlich der nächsten Olivenernte entgegen. Die Bäume versprechen uns wieder absolut wurmfreie Oliven  und bei normaler Witterung bleibt das auch so.
Die Photos zeigen die sich entwickelnde "Olivastra" noch grün, ca. 8-10 Wochen vor der Ernte.

Und noch eins!

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3. Finnland Marktreise 2012

Posted by Carl on July 4, 2012

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Kleine Inselgruppe in der Ostsee vor dem Hafen von Helsinki.

 

Jetzt bin ich also wieder in Finnland auf meiner 3. Olivenöl-Marktreise bis an den Polarkreis. Rovaniemi in Lappland ist meine nördlichste Station.
Auf der Seite will ich die Reise etwas begleiten, jedoch mit Schwerpunkt Photos und Markt.
Im DFG - Portal habe ich in den letzten beiden Jahren hin und wieder geschrieben und will das weiter tun. Dort kann ich nur keine Photos hochladen und die Texte sollen auch wenig mit meiner Arbeit zu tun haben, so daß sie nicht als Werbung verstanden werden.

Die Seite finden Sie bei:
DFG (Deutsch - Finnische Gesellschaft) > DFG-Portal > Forum > DFG Bayern > Finnisch im Allgäu.

 

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Das Bild zeigt eine finnische Bilderbuchsituation mit See, Wald, Mökki sind die kleinen Uferhäuschen, und der noch aus der Eiszeit stammende geschliffene Stein. Vorgestern etwas nördlich von Lahti photografiert.

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Marktstand auf dem neuen Marktplatz in Mikkeli. Die Gitarre ist immer dabei. Um so weniger Leute da sind, desto
fitter werde ich auf dem Instrument! Vor 2 Jahren entstand so das Hochzeitslied auf der CD zwischen Oulu und Rovaniemi.

 

 

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Mitternachtsstimmung am Kallavesi kurz vor Kuopio. Aber voller Mücken! Gefahrlos kann man die Kamera keine 1/10 Sekunde ruhig halten!

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"Heinzen", allgäuerisch "Hoinza", nördlich von Varkaus. Eine bestimmte Form davon heißt "Schwedenreiter"

 

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Liisa und Jürgen in ihrem mechanischen Musikmuseum in Varkaus. Als Finnlandreisender muß man die Führung mitgemacht haben! Vorgestellt werden alte automatische Musikinstrumente und ganze Orchester vor Erfindung der Schallplatte! Richtig gut!
Auch die Orgel hier spielt von alleine. Auf dem Stuhl davor liegen die gelochten Papierrollen, jede Rolle ist ein anderes Musikstück.

 

 

 

 

 

 

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Holzkirche in Petäjävesi von 1763, UNESCO-Erbe

 

 

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Serlachius-Museum, eine von zwei Kommoden im Zimmer des Chefs.
Bild von Marcus Colliun 1934,
Holzschnitzereien von Hannes Autere. Die Schnitzereien zeigen den ganzen
Arbeitsprozess vom Baumfällen bis zum geschöpften Papier.

Serlachius ist eine Unternehmerfamilie, die in Mänttä über 3 Generationen eine
Papierfabrik zum zeitweilig größten Betrieb in Finnland aufgebaut haben.

 

 

 

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Abends um 11 Uhr am Kemijoki vor Rovaniemi. Hier ist der Fluß
etwas gestaut und es gibt ein Wasserkraftwerk mit 154 MW. Der Fluß stürzt 20 m tief.

 

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Heuer ist es nicht so heiß wie letztes Jahr, es hat mehr geregnet.


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Die alten Speicherhäuser von Oulu werden jetzt als kleine Lädchen genutzt.
Links sieht man noch ein bissl vom Markt.

 

 


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Marktstand in Rovaniemi. Auf manchen Märkten begrüßen wir uns schon wie alte Bekannte!
Ich habe wieder ein paar CDs verkauft, deutsche Texte nach Finnland! Ein Mitmärktler in
Kokkola hat das Lied "Olivastra im November" auf sein Handy geladen. Er ist auch Masseur
und er sagt, so stört ihn ein Anruf nicht, wenn er bei der Arbeit ist.
Selbst im Radio war ich anscheinend mit Öl in Kokkola angekündigt.

Links von meinem Stand in Rovaniemi ist immer ein Flohmarkt, auf dem es genauso komische
Sachen gibt wie in D. Weil ich immer sehr früh auf dem Markt bin, kann ich sehen, was die Leute
auspacken. Auf jeden Fall kaufe ich immer gestrickte Lappensocken und Lappenhandschuhe.
Heute noch Messing-Türgriffe für Italien, Bildbände mit Schwarzweißphotos vom Finnland der 60er
und 70er Jahre, handgemachte Bürsten.

 

 

 

 

 

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Heute im "Arktischen Museum" in Rovaniemi habe ich ein altes Bild abphotografiert, das die "Schwedenreiter" -
Heinzen zeigt. Da kann man sich vorstellen, daß die Bauern im 30-jährigen Krieg sich bedroht fühlten, wenn so ein Lanzentrupp Schweden angeritten kam.

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Und nochmal eine Strasse. Achtung Elchwechsel zwischen Rovaniemi und Pudasjärvi.
Und der typisch finnische Weiß-Blau-Bayerische Himmel.

Auf der Rückreise gestern von Rovaniemi nach Tampere habe ich mir bei schönem Wetter viel Zeit gelassen und bin die kleinen Straßen gefahren. Rovaniemi-Ranua-Pudasjärvi-Puolanka-Vaala-Kestilä-Piippola-Pyhäsalmi-Haapamäki-Keitele-Suonenjoki und dann auf der großen Straße nach Tampere.

Hier noch ein paar Bilder. Ich habe versucht, die typischsten auszuwählen, solche, die einen dauernd begleiten ohne daß man sich das immer bewußt macht. Dazu noch 2 Photos von Purnu, der FreiSeeWaldLand-Kunst-Galerie bei Orivesi östlich von Tampere, die ich heute nach dem Markt besucht habe.

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Die Mobilfunkantennen sind über´s ganze Land verstreut. Mobiles Laptop funktioniert
überall bei besten Übertragungsraten.

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Der typische Wald mit den, wegen Gesteinsuntergrund, recht dünnen Bäumen. Er wird abgeholzt und wieder
aufgeforstet. (Papierindustrie) Ungeteert sind nur noch die kleinen Straßen. Sie fahren sich aber gut und frieren
sicher nicht so auf wie die Teerstrassen.

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Die Rentiere laufen meist mitten auf der Straße und gehen dann zur Seite. Sie leben zwar das halbe Jahr frei,
haben aber einen Besitzer.
Kurios: Zu einer bestimmten Jahreszeit sammeln sie sich wegen der Mücken und können dann den Besitzern zugeordnet werden.

 

 

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Die Gegend ist hügelig, aber es gibt keine Berge. Das Licht ist faszinierend! Trotz Wolken hell, kalt, hart. Selbst die Wolken haben diese Kontraste. Völlig anders als in der Toskana, wo das Licht sehr weich ist.

 

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Das Cafe von Purnu.

 

 

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Eine der Ausstellungshallen.

 

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Ein Passivhaus in Finnland auf der Asuntomessut Tampere, das Haus produziert alle benötigte Energie für Strom und Heizung selbst durch Sonnenkollektoren und Wärmepumpe. In Finnland!
Es ist nicht groß, hat aber einen großzügigen einfachen Grundriss. Gescheit gedacht!

 

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Big brother is watching You! Wie Insektenaugen schaut es voll in die Siedlung. Wenn sie es wenigstens gedreht hätten, dahinter hätte man einen schönen unverbauten Ausblick. Da, wo ich stehe, ist schon das nächste Haus, ca. genauso teuer, knapp 700 000.-€, aber deutlicher auf die andere Seite ausgerichtet. Es ist wie mit den Yachten.

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Noch ein Haus, das ich sehr nett fand, offen, für eine große Familie.

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Und hier noch die Skizze dazu von der Architektin Outi Niskanen.

 

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Ich möchte doch der Ordnung halber das dunkle Haus noch dazufügen, weil es mir eigentlich auch sehr gut gefallen hat. Ich finde, es ist architektonisch gut gelungen und entspricht eigentlich meiner Formensprache. Als Wohnhaus fände ich es für mich nur schwer vorstellbar, weil das Wohnen sich fast nur im Obergeschoß abspielt. Das heißt, man geht rein und sofort die Treppe hoch an dem großen Schaufenster rechts vorbei. Oben sind die Küche und Wohn-/Essplatz. Also es bedarf einer bewußten Entscheidung des Bauherrn, diese Lösung zu wählen. Oben wohnt es sich aber gut. Baupreis ca. 450 000 € und damit ca. 200 000 € preiswerter als die weiße Villa mit den großen Fenstern. Das Photo ist aus dem Katalog abphotografiert, aber es sieht "in Echt" genauso aus. Wenn es z.B. so an einem Hang stehen würde, daß man hinten quasi ebenerdig hinauskann, dann wäre es auf der Messe mein Favorit gewesen.

Hier zum Schluß noch ein paar Photos, wie sich der Marktplatz in Kuopio in den 3 Jahren verändert hat.

 

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Sommer 2010: Große Bohrhämmer bohren in den großen Stein, aus dem das Stadtzentrum besteht und setzen Spundwände

 

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Sommer 2011: Hier ist der Stein zum großen Teil schon abgegraben, (immer wieder durch Sprengungen zerlegt) und schafft Raum für die Tiefgeschoße und die Tiefgarage.

 

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Sommer 2012: Heuer ist der Raum schon teilweise überbaut. Leider konnte ich nicht hinein.

 

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Und dann schließt sich der Kreis wieder mit der Ankunft in Travemünde.

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Gitarrenworkshop

Posted by Carl on April 8, 2012

Und ich fange gleich an:

Seit einigen Tagen bin ich in Sedona/Arizona zu Besuch bei meiner Tochter, die mir diese Web-Seite eingerichtet hat. Neben dem Familienkontakt war ein Motiv meiner Reise auch die Teilnahme an einem Gitarren-Workshop bei Jorma Kaukonen auf der "Fur Peace Ranch" in Ohio letztes Wochenende.

Es war bereits mein zweiter Workshop in der Gruppe und ich verspreche mir davon ein musikalisches "Upgrade" für meine nächste CD. Jorma ist ein guter Lehrer und er kann auch erfahrenen Gitarristen ihr Instrument noch näher bringen.

Es waren ein paar gute Gitarristen da, an zwei Abenden gab es Konzerte von dem Australier Geoff Achison mit Band und von Pete Huttlinger. Jorma hat auch gespielt, allerdings ohne seinen Bassbegleiter Jack Casady, mit dem das Duo dann komplett zu "Hot Tuna" geworden wäre.
In den Unterrichtstunden erfuhren wir den Aufbau einiger klassisch-amerikanischer Blues-Stücke aus den 20er und 30er Jahren und in den Zwischenzeiten gab es immer offenes Spiel zwischen Country, Blue Grass und Blues.  Heuer wurde insgesamt mehr musiziert als vor 2 Jahren. Das lag wohl an den aktiveren Leuten und an der guten Stimmung innerhalb der Gruppe,  wir haben uns immer wieder mit einem "turnaround" angeheizt. In Jormas Gruppe waren wir acht Leute für "Fingerstyle", Geoff lehrte in einer anderen Gruppe E-Gitarre, und Pete leitete einen Grundkurs für Fingerstyle.

 

Gitarrencamp "Fur Peace Ranch"

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5.Finnlandmarktreise 2014

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La Cerrete